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Erkenntnisse des ZNL nutzen

Das ZNL, das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen, forscht in Ulm zu digitalen Medien und deren Bedeutung für die Bildung. Um dieses Wissen zu nutzen, hat unser Stadtrat Haydar Süslü beantragt:

Bildung und Medien

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

bereits seit längerer Zeit bestehen vielfältige Herausforderungen in den Kitas mit den Aufgaben der Bildung, Betreuung und Erziehung. Eine wesentliche Rolle spielen inzwischen auch die verschiedenen Medien im Rahmen der Digitalisierung. Das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen ZNL beschäftigt sich schon länger mit den Themen des Lernens und der Beeinflussung der kindlichen Entwicklung u.a. durch die Digitalisierung und die verschiedenen Medien. Da auch bisher die Stadt Ulm eine regelmäßige Kooperation mit diesem Institut hat, ergab sich bei einem Besuch dort für uns dringend das Bedürfnis, die Ergebnisse der Untersuchungen dieses Instituts zu nutzen.

Derzeit befassen sich zwei wesentliche Projekte zum einen mit der Thematisierung des Umgangs der Kinder mit Bildungsmedien in der Elternarbeit sowie der Auswirkungen der Nutzung der Medien zum Lernen des Schreibens und Lesen. Andererseits wird mit dem Konzeptprojekt EMIL in den Kitas über die Förderung der sozial-emotionalen Kompetenzen durch Stärkung der Selbstregulationsfähigkeit und Perspektivenübernahme direkt ein sehr niederschwelliger Ansatz bei den Kindern umgesetzt. Gerade die Selbstregulationsfähigkeit ist eine wichtige Komponente für den späteren Umgang mit Medien.

1. Die Projekte können die Entscheidungen in der frühpädagogischen Betreuung und Bildung für die Fachkräfte deutlich erleichtern. Das gilt insbesondere für den Umgang mit den Auswirkungen der Bildschirmmedien sowohl für die Kinder als auch für die Fachkräfte selbst.

2. So sind die Erkenntnisse der Forschungsansätze des ZNL für uns als Träger der Kitas und unsere pädagogischen Fachkräfte zur Vermeidung der negativen Folgen der Digitalisierung für die Arbeit mit den Kindern auch im Sinne der Qualitäts-Offensive sehr gut nutzbar.

3. Damit können sicher eine Entlastung und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die Fachkräfte der Pädagogik in unseren Kita- Einrichtungen erzielt werden.

Daher bitten wir Sie, im Rahmen der Lenkungsgruppe KIBU die Vorstellung der Projekte des ZNL zu ermöglichen.

Es ist absehbar, dass jetzt schon eine deutlich höhere Betreuungsquote auch schon bei den Kindern unter drei Jahren notwendig sein wird und das bei drohendem Fachkräftemangel. Durch eine frühe präventive Wirkung in der effizienteren fachpädagogischen Arbeit mit Kindern kann evtl. zukünftig ein deutlich erhöhter Personalbedarf vermieden werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Haydar Süslü
stv. Fraktionsvorsitzender

 

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